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Grafenwerther Brücke - Bad Honnef

Die Grafenwerther Brücke wurde 1911/12 nach dem Entwurf des Baumeisters Ottomar Stein zur Verbindung der Rheininsel Grafenwerth und Bad Honnef errichtet. Sie gehört mit ihrem gering bewehrten Stampfbeton und teilweiser Natursteinverkleidung zu den frühen Eisenbetonbrücken in Deutschland. Die Brücke überspannt mit fünf flachen Bögen eine Gesamtlänge von 130 Meter. An den Widerlagern und den beiden mittleren Pfeilern sind balkonartige Bastionen ausgeführt. Die Baukosten von 167.190 Mark wurden durch den Düsseldorfer Zeitungsverleger Wilhelm Girardet und die Stadt Bad Honnef finanziert.

Seit dem 13. Oktober 1993 ist die Brücke in die Liste der Denkmäler der Stadt Bad Honnef eingetragen.

Die im Norden der Insel gelegene Grafenwerther Brücke ist eine Bogenbrücke mit fünf flachen Korbbögen, die lichte Weiten von 18 m, 22 m und 26 m überspannen. Ihre Gesamtlänge beträgt ca. 130 m. An den Widerlagern sowie an den beiden mittleren Pfeilern bestehen beidseitig balkonartige Ausbuchtungen, hier Bastionen genannt. Die Bögen der Brücke wurde aus dem damals noch sehr neuen Material Eisen­beton gegossen. Die Pfeiler bestehen (mutmaßlich) aus Stampfbeton, deren Basen und Schildflächen mit Basalt-Werksteinen verkleidet sind.Die Verfüllung der Bogenräume ist unbekannt, derzeit wird von einem locker geschütteten Magerbeton mit groben Zuschlägen ausgegangen, der große (feste) Hohlräume enthält.Auf einer Schotterpackung liegt die Brückenbahn auf, eine mehrteilige Betonplatte mit Asphalt-Nutzschicht.

Die Pfeiler der Brücke mit den Vorköpfen sind mit bossierten und geglättet-profilierten Basaltsteinen im Wechsel verkleidet. Die Pfeilerflanken, die Bogenuntersichten, die Brückenflanken und die Brüstungen sind betoniert. Dabei weist die Oberflächengestaltung eine Abstufung auf. Die Flanken der Pfeiler und die Untersichten der Bögen sind betonsichtig mit einer Brettschalungsstruktur (G1) gestaltet. Die anschließenden seitlichen Bogenflanken sowie die Außenflächen der Brüstungen sind durch gegossene Ornamente, Scharrierung und Stockung steinmetztechnisch hochwertig gestaltet (B4).Der bauzeitliche Nutzbelag der Brückenbahn bestand aus einem Kopfsteinpflaster.

Kategorie: Baudenkmalpflege