Industrial heritage - conservation challenges and solutions

In den ICON NEWS November 2014 hat Chris Knapp in der Rubrik "Intervention" seine Erfahrungen über die Ausbildung von Restauratoren für das Industrielle Erbe zusammen gefasst.

Zustimmen würde ich ihm bei der Feststellung, dass die Restaurierung des Industrieerbes eine Frage der Einstellung ist ("industrial conservation is a mind-set"). Dass man darüber hinaus "erfahrene Ingenieure brauche", die man zu Restauratoren weiterbilden muss, würde ich allerdings bestreiten: Die berufliche Grundlage derjenigen, die aktuell tätig sind, ist sehr vielfältig und mögliche Defizite des einen, sind die Vorzüge des anderen und umgekehrt.

Kommentare

Schade um das reiche Erbe Großbritanniens. Die nächste Ausbaustufe sind dann Anstreicher die in drei Tagen zu Gemälderestauratoren ausgebildet werden?

Mit besten Grüßen
Ulrich Stahn

Der Kommentar des geschätzten Kollegen Stahn trifft m.E. hier nicht den Punkt. Ich bin durchaus der Ansicht, dass in diesem Fall (aircraft-conservation) Ingenieure mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Branche durch Weiterbildung und Sensibilisierung für konservatorische Sichtweisen zu geeigneten Restauratoren derartiger Objekte werden können. Wenn es doch bei uns in Deutschland derartige, durchaus kompakte Fortbildungen gäbe, sei es für Ingenieure oder gute Fachhandwerker!
Freue mich auf weitere Diskussionen!
Dipl.-Ing. Norbert Tempel

Sehr geehrter Herr Tempel,

ich teile Ihre Ansicht, dass die Zusammenarbeit mit Ingenieuren in vielen Fällen von großer Bedeutung ist. Die Erfassung komplexer Zusammenhänge in technischen Systemen kann und muss von Restauratoren nicht geleistet werden. So wie ich den Text verstehe schlägt Herr Knapp jedoch vor aus Kostengründen den Restaurator einzusparen und anstatt dessen die Ingenieure mit einer fünf tägigen Weiterbildung auszustatten. Im Umkehrschluss würde das heißen, ich beschäftige mich fünf Tage mit Flugzeugen und baue dann eins. Ich würde nicht einsteigen!Wenn sich der Ingenieur aus eigenem Antrieb weiterbildet um die Zusammenarbeit mit dem Restaurator effizienter zu gestalten, kann das nur von Vorteil sein.
Mit besten Grüßen
Ulrich Stahn

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